Die Neuraltherapie wurde von Ferdinand Huneke ins Leben gerufen, indem er versehentlich seiner unter Migräne leidenden Schwester ein
Rheumamittel mit Procainzusatz i.v. verabreichte.
Aufbauend auf dieser Erfahrung forschten die Brüder Ferdinand und Walter Huneke weiter und entwickelten
die heute bekannte Neuraltherapie.
Die Neuraltherapie ist eine Behandlungsmethode, die das Neurovegetativum zur Therapie nutzt.
Somit zählt die Neuraltherapie zu den Regulationstherapien.
Bei der Neuraltherapie wird gezielt in Regulationsmechaninnen des Organismuses, speziell des vegetativen Nervensystemes eingegriffen
sodass nach dem Reiz-Reaktions-Prinzip eine Normalisierung pathologischer Gewebefunktion herbeigeführt wird.
Die Neuraltherapie wird in drei verschiedenen Formen durchgeführt:
Lokale Therapie
Segment-Therapie
Störfeld-Therapie
Bei der lokalen Therapie wird Procain oder ein anderes Lokalanästhetikum in den Ort des Schmerzes oder der Gewebsverhärtung gespritzt.
Bei der Segment-Therapie wird auf Grundlage der Head‘schen Zonen ein Lokalanästhetikum appliziert.
Diese Zonen sind nach dem englischen Neurologen Head benannt, der herausfand, dass bei Erkrankungen innerer Organe begrenzte Hautbereiche
Überempfindlichkeiten und Schmerzen aufweisen.
Bei der Störfeld-Therapie werden z.B. Narben oder Zähne behandelt. Die Brüder Huneke fanden heraus, dass Narben oder Zähne
als sogenannte Störfelder verantwortlich sein können und dadurch Störungen in Organkreisen ausgelöst werden können.
Die Narben oder Zähne werden mit einem Lokalanästhätikum unterspritzt.